Ueber mich

Hallo mein Name ist Nicole und betreibe in der Schuhmacherei meiner Familie in Liestal mit „Tré Eldur“ mein kleines aber feines Atelier für Brandmalerei. Kaum ein Element hat das menschliche Leben so sehr geprägt wie das Feuer. Deshalb ist die bunte Fülle der Volksbräuche, die sich auf das Feuer beziehen, so umfassend und prägend. Auch der moderne Mensch kann sich der Faszination Feuer in all ihren Erscheinungsformen kaum entziehen. Als Liestalerin war ich schon früh ganz besonders fasziniert vom Chienbäse.

Der Liestaler Chienbäse-Umzug zur endgültigen Vertreibung des Winters nennt man den malerische Fackelzug. Mit dem Verbrennen eines grossen Holzstosses (Wällemaa genannt) auf dem Burghügel wird die Macht des Winters gebrochen und mit den leuchtenden Fackeln und lodernden Chienbäsen wird die wärmende Kraft der Sonne vom Höhenfeuer ins dunkle Tal hinuntergetragen. Es bildet sich ein imposantes und urwüchsiges Schauspiel, wenn sich der Umzug durch das verdunkelte Städtchen bewegt.

Als Chienbäse bezeichnet man eine am Sonntagabend nach Aschermittwoch stattfindende Fastnachtsveranstaltung in Liestal im Kanton Basel-Landschaft in der Schweiz. Dabei werden aus Föhrenscheiten (Kiefernholz) gebundene „Besen“ von 20 bis 100 kg Gewicht brennend durch die Liestaler Altstadt getragen. Höhepunkte des Umzugs sind die etwa 20 Feuerwagen – eiserne Wagen, die jeweils mehrere Ster brennenden Holzes tragen. Besonders hoch lodern die Flammen nach der Fahrt durch das Liestaler Obertor auf. Der Anlass zieht Zehntausende von Zuschauern aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland an. Mittlerweile hat der Brauch ohne Feuerwagen unter dem Namen „Füürbäse“ auch einen Ableger in Sirnach (Kanton Thurgau) gefunden.

Schon als Kind faszinierte mich neben dem Feuer auch die Kunst des Malens. Zuerst auf Papier gezeichnet, kamen später erste Versuche auf Holz zu brennen dazu. So entstanden wunderschöne Bilder, sei es Portraits, Tiere, Natur, Schilder, Schriften usw., die ich meist auf Wunsch gemacht habe. Vor wenigen Jahren kaufte ich mir mein erstes Brandmalgerät, da mir das Arbeiten mit Holz und die Liebe zum Detail schon immer sehr gefallen hat. Beim Brandmalen kann ich sowohl meine kreative und gestalterische Ader als auch meine Vorliebe etwas sehr individuelles zu erschaffen hervorragend kombinieren und so Unikate erstellen, die es nirgends ein zweites Mal gibt. Dabei bringe ich die unterschiedlichsten Motive auf Holz und Kork und wenn nicht das Werkstück selbst, so hat doch jedes Motiv seine eigene Geschichte zu erzählen.

Tré Eldur stammt aus dem Isländischen, dabei steht Tré für Baum und Eldur für Feuer, Baum-Feuer finde ich einen treffenden Namen für meine Leidenschaft, die Brandmalerei. Meine spezielle Art von Pyrographie auf Holz ist bei Bikern, Jägern, Kunstliebhabern, Natur- und Tierfreunden sehr beliebt.

Was ist Brandmalerei?

Brandmalerei nennt man die Technik, bei der man mittels eines heissen Eisens oder Drahtes Verzierungen in Holz brennt. Diese Art Holzgegenstände zu verzieren ist eine uralte Volkskunst und wurde mit den einfachsten Mitteln schon vor Jahrhunderten ausgeübt. Brandmalen oder Brandzeichnen heisst heute diese alte Tradition, welche das Gestalten und Verzieren auf Holz mit einem handlichen Gerät wieder aufleben lässt.

Brandmalerei oder Pyrographie (von griech. πῦρ (pyr) = Feuer, γραφική [τέχνη] = die Be-/Schreibende [Kunst]) ist eine traditionelle Volkskunst zur Verzierung von Holz, Leder, Lederpappe, Samt, Stoff oder Kork.

Ursprünglich wurden mit erhitzten, glühenden Metallstiften Muster in das jeweilige Material eingebrannt. Um 1880 wurde die Technik in Künstlerkreisen populär und man entwickelte dafür Brennapparate, wie den sogenannten Platina-Brennapparat, die mit Benzin oder Spiritus betrieben wurden. Heute werden elektrisch beheizte Brennstifte und -stempel benutzt. Die Brandmalerei selbst kann mit Pinseln farblich überarbeitet werden.
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